Geschichte      
       

Die evangelischen Arbeitervereine sind von der Gründung sehr mit dem Ruhrgebiet verknüpft. Der erste Arbeiterverein wurde am 29. Mai 1882 in Gelsenkirchen durch den Bergmann Ludwig Fischer gegründet. An der ersten Versammlung nahmen 57 evangelische Arbeiter teil, die Fischer zum ersten Vorsitzenden wählten. Rasch breiteten sich die Vereine im Ruhrgebiet, dann in Westfalen, im Rheinland und schließlich im damaligen Reichsgebiet aus. Nach einer Blüte im Kaiserreich und einer Stagnation in der Weimarer Zeit wurden die Vereine 1933 gleichgeschaltet. 1945 gelang es unter großen Mühen, evangelische Arbeitervereine wieder aufzubauen. Von Seiten der Kirchenleitungen gab es hierbei keine Unterstützung. Im Gegenteil, bedeutete doch die neu errichtete - damals noch – Männerarbeit Konkurrenz für die Arbeitervereine. Es gelang vor allem durch das Engagement alter Mitglieder aus der Zeit vor 1933 ein Wiederanknüpfen an alte Traditionen. Die Arbeitervereine legten großen Wert auf die Nähe zu ihren jeweiligen Kirchengemeinden. So wurden in den meisten Fällen Gemeindepfarrer zum Vereinspräses gewählt, die damit die Verbindung zur Kirchengemeinde sicherstellten. Einen großen Aufschwung der Arbeitervereinsbewegung erhoffte man sich, als am 8. Juni 1952 in Gelsenkirchen das 70 jährige Bestehen der evangelischen Arbeitervereine gefeiert und aus diesem Anlass die Evangelische Arbeitnehmerbewegung Deutschland –EAB– neu gegründet wurde.Damals gelang es mit Hilfe der Politik prominente Gastredner für diesen Festakt zu gewinnen, die die Notwendigkeit starker christlicher Arbeitervereine für das gesellschaftliche Leben betonten. Sie wünschen der EAB ein schnelles Wachstum.

 

Unter dem ersten Landesverbandsvorsitzenden Otto Klein stellte man die Aufgabe, die Bildungsarbeit, die Mitarbeit in den Kirchengemeinden, gesellschaftsdiakonisches Engagement sowie Familien- und Altenarbeit in den Mittelpunkt zu stellen. Die Mitarbeit in den Kirchengemeinden ist bis heute eine wesentliche Aufgabe der EAB. Dabei legt die EAB Wert darauf, in den Presbyterien der Gemeinden kompetent und zahlreich vertreten zu sein. Darüber hinaus werden Aufgaben in den Ortsverbänden und in ihren Gemeinden unterschiedlich durchgeführt. Die Familienarbeit wird vor allen Dingen in den Bildungsseminaren deutlich. Die EAB versteht Familie als das grundlegende Element unserer Gesellschaft, das es zu schützen und stärken gilt. Die Altenarbeit in der EAB ist aufgrund der Struktur der Mitglieder wichtiger denn je. Die EAB versucht gerade bei älteren Menschen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Sie bietet für sie Bildungs- und Erholungsurlaub an. Die Bildungsarbeit geschieht im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen und Seminaren aber auch Studienfahrten und Bildungsreisen. Eine wichtige Aufgabe der Arbeitervereine besteht ferner darin, eigene Vertreter in Selbstverwaltungsorgane von Krankenkassen, Versicherungsanstalten und der Industrie- und Handelskammer zu entsenden. Des weiteren beraten die Vereine ihre Mitglieder in Fragen des Sozial- und Arbeitsrechtes.

 

Der EAB Bezirksverband Oberhausen ist der organisatorische Zusammenschluss von 7 Vereinen in den evangelischen Gemeinden im Kirchenkreis Oberhausen, bestehend aus der EAB - Alstaden, Biefang, Buschhausen, Christuskirche, Holten, Schmachtendorf, Luther-Kirchegemeinde.

Zum Jahresende 2013 hat der Bezirksverband 633 Mitglieder. Im Bezirksverband Oberhausen halten wir es neben den bereits genannten, für unsere vordringlichsten Aufgaben:

 

Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit um Existenzberechtigung und Inhalte der EAB den Menschen zu verdeutlichen.

 

Integration der EAB in den Kirchengemeinden vorwärts zu treiben.

 

Auf Bildungsabende die "permanent öffentlich" sind aufmerksam zu machen.

 

Zeitgemäße attraktive Angebote für jüngere Menschen zu schaffen.

 

Junge Menschen für ehrenamtliche Aufgaben in der EAB und Kirche zu gewinnen.
 

 

 

Es gibt in unserem Verband, aber besonders auch in den Ortsvereinen, noch vielfältige Aufgaben und Herausforderungen denen wir uns stellen werden um die Zukunft der EAB zu sichern.

Mit dem biblischen Leitsatz:


"Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen"


versuchen wir in der EAB diese Lasten ein wenig erträglicher zu machen!