E A B
Evangelische Arbeitnehmer Bewegung
Bezirksverband Oberhausen


Der Vorsitzende Rainer Wekeck begrüßte ca. 100 Mitglieder und Freunde der EAB. Im Mittelpunkt der Andacht von Pfarrerin Christiane Wilms standen die fürchterlichen Katastrophen in Japan. Rainer Wekeck eröffnete den Thementag mit der Frage: „Was ist eine Religion?“ Er erläuterte dass das Judentum, das Christentum, der Islam bzw. andere religiöse Strömungen, in unterschiedlicher Weise einen Absolutheitsanspruch erheben. Dieser Anspruch begründet sich aus dem Besitz der geoffenbarten Wahrheit des alleinig existierenden und wirkmächtigen Gottes und schließt die Gültigkeit anderer Offenbarungen hinsichtlich Wahrheit oder Heilsvermittlung aus. Im weiteren Verlauf des Thementages kamen die Referenten Pfarrerin Annette Höhner-Schulz, Pfarrer Waldemar Schulz und Stadtdechant Dr. Peter Fabritz zu folgenden Ausführungen. Pfarrer Schulz berichtete aus zahlreichen Begegnungen mit muslimischen Freunden durch seine Projektarbeit in Ägypten. Aber auch in Oberhausen sollte einmal ernsthaft darüber nachgedacht werden, wie wir mit unseren Schwestern und Brüdern im Alltag konfliktfrei zusammen leben können. Dabei müssen im allgemeinen Lebensbezug nicht die Fragen nach Gott, Politik, Sexualität oder Wer hat Recht? geklärt werden, denn dazu gibt es eine unermessliche Anzahl von Berichten in Tageszeitungen und Literatur, in der viele Tatbestände erklärt aber nicht geklärt sind. Konflikte entstehen auch oftmals aus den Unterschieden islamischer Glaubenshaltung und westlicher Lebenshaltung. Die Frage nach der Gemeinschaft setzt ein gemeinsames Ziel voraus: Die Gemeinschaft bewirkt eine gemeinschaftliche Ausübung einer Religion. In den Glaubensfragen werden die Unterschiede zwischen den Religionen deutlich: im Christentum ist Jesus der Religionsstifter und die Bibel das Schriftgut, im Judentum ist Religionsstifter Abraham und die Tora das Schriftgut, im Islam ist Religionsstifter Mohammed und der Koran das Schriftgut.